Haustiere - Stress und Spaß

Die Entscheidung, ein Haustier anzuschaffen, sollte niemals leichtfertig gefällt werden. Auch, wenn die Kinder noch so betteln, weil sie sich eine süße Mieze, einen Hund oder einen Hamster wünschen: Man darf diesen Wünschen nur dann nachgeben, wenn man sich das Leben mit einem Vierbeiner gut überlegt hat, und sicher ist, dass das Tier auch gut aufgehoben ist. Niemand ist verpflichtet, sich ein Tier anzuschaffen, aber wenn man sich dazu entschließt, muss man sich darüber im Klaren sein, dass die lieben Freunde auch eine Menge Stress, Verpflichtung und Arbeit bedeuten. Natürlich bieten die Tiere auch eine Menge Spaß, Bezug und Unterhaltung, aber damit allein ist es eben nicht getan.

Meist sehen Kinder zuerst nur das schöne an einem Haustier, was ja auch nicht von der Hand zu weisen ist. Als Welpe ist ein Hund besonders süß, eine kleine Katze nett anzusehen, wie sie tollpatschig durch die Wohnung streift, auf der Suche nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten. Mit fast allen Haustieren kann man wunderbar kuscheln, sie lieb haben, und mit ihnen spielen, auch wenn sie schon älter sind. Viele lustige Situationen erlebt man mit den Tieren, ganz gleich, welcher Art sie sind. Oft können es weder Kinder noch Eltern erwarten, die Bilder vom Liebling vom Fotoservice zu holen, weil sie auf die neuesten Schnappschüsse gespannt sind.

Dennoch muss man sich schon bevor man sich ein Tier anschafft, gut informieren, ob man die Lebensbedingungen, die so ein Tier den Besitzern abverlangt, auch schaffen kann. Eine zu kleine Wohnung kann schon der erste Grund sein, lieber auf die Anschaffung eines Haustiers zu verzichten. Auch, wenn niemand wirklich Zeit hat, sich um das Gassi gehen, die Reinigung des Katzenklos oder des Käfigs zu kümmern, muss man leider warten, bis sich die Situation geändert hat. Finanziell sollte wenigstens die Möglichkeit gegeben sein, die anfallenden Impfungen und das regelmäßige Futter zu bezahlen. Natürlich darf man keinesfalls ein Haustier halten, wenn ein Familienmitglied an einer Allergie leidet. All diese Überlegungen müssen im Vorfeld gemeinsam gemacht werden.

Eine Aufgabenverteilung, wer an welchem Wochentag für welche Aufgabe einsteht, ist am sinnvollsten, vor allem in der Eingewöhnungsphase. Auch bei wahren Tierfreunden wird nach der anfänglichen Begeisterung eine Art Alltag einkehren, zu dem das Tier nun jedoch unweigerlich dazu gehört. Stellt man nach einigen Wochen oder Monaten fest, dass man einen falschen Entschluss getroffen hat, darf man das Tier nicht einfach abschieben. Stattdessen sollte man sich umsehen, wo man es so gut, wie nur irgendwie möglich, unterbringen kann. Das Tier kann nichts dafür, das sollte man stets bedenken.

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