Ältere Generationen und ihr Englisch
Ich habe im Internetz einen Whirlpul gefunden! Mit diesem Satz begrüßte mich mein Vater, als ich die Tage bei ihm zu Besuch war. Er war ein moderner Mann, trotz seiner 60 Jahre. In relativ hohem Alter hat er sich den Umgang mit dem Computer noch beigebracht. Eine Leistung, wenn man bedenkt, dass er nie etwas mit den Geräten zu tun hatte. Das Problem, das er hat, ist, dass er kein Englisch kann. Nun deutscht er teilweise Begriffe ein, die dann sehr spaßig klingen. Die Hompitsch ist die Homepage, und der Browser klingt eher nach Dusche, als nach dem, was er eigentlich ist. Schon zu Beginn seiner Karriere am PC musste ich manchmal lachen. Er wollte, dass ich ihm einen E-Mail Akkonto einrichtete. Korrigieren wollte ich ihn nicht, ich verwende halt immer die gebräuchlichen Begriffe. Als er mich dann fragte, was eine Schpamm Mail sei, hatte ich Mühe, ernst bleiben zu können.
Auch, als ich ihm das Online Banking erklärte, kam es zu einigen Missverständnissen. Wollte er doch die Karte irgendwo in den Rechner stecken, um Geld abzuheben. Es war ihm peinlich, als ich in diesem Fall schallend lachte. Die Tücken der Moderne hat mein Pa mittlerweile überwunden. Er kommt wirklich gut zu Recht. Sogar über Messenger sind wir miteinander in Kontakt, da ich 30 Kilometer entfernt wohne. Vergesse ich mich manchmal und benutze die Sprache, die ich mit anderen Buddys verwende, kommt ein fragendes aber eindeutiges: Hä? zurück. Ich liebe und bewundere meinen Vater. Aber manchmal ist es wirklich schwer, ernsthafte Antworten zu finden und das Lachen zu verbergen.